Eine verzweifelte Suche nach familiären Wurzeln, inmitten von Geheimnissen und einer tragischen Vergangenheit, hat die Schweizerin Bibiane Schaffrot Orni in eine lebhafte Jagd nach ihrem Bruder Philipp geführt. Nach dem Tod ihrer Mutter im Oktober 2019 machte die Entdeckung alter Briefe das unvorstellbare wahr: Sie hat einen Bruder, der seit seiner Geburt nicht mehr auffindbar ist. Diese erstaunliche Enthüllung hat sie dazu getrieben, alle verfügbaren Kräfte zu mobilisieren, um Philipp zu finden und das Puzzlestück ihrer Familiengeschichte zurückzuerobern.

In einem emotionalen Video, das im Rahmen der Sendung „Bitte melde Dich“ ausgestrahlt wird, beschreibt Bibiane die ersten Schritte ihrer verzweifelten Suche. Ihre Reise beginnt in der Pfalz, einem malerischen Teil Deutschlands, und führt schließlich bis ins Herz von Paris. Allerdings hat sie sich bisher als nahezu unmöglich herausgestellt, Licht ins Dunkel zu bringen. Ohne Nachnamen oder Adressen von Philipp und seiner Mutter Ilse steht sie vor riesigen Hürden und der Zeit ist drängend.
Bibiane erinnert sich genau an den Moment, als sie die entscheidenden Briefe fand. Diese Briefe, die ihre Mutter über die Jahre liebevoll aufbewahrt hatte, enthielten Botschaften von einer Frau namens Ilse, die in den 1950er Jahren in Neustadt an der Weinstraße lebte und mit ihrem Vater Dennis eine kurze, aber folgenreiche Liaison hatte. „Ich spüre, dass ich ihn finden muss. Es geht einfach nicht anders“, erklärt Bibiane mit gebrochener Stimme und lässt die Zuschauer mit dem Gefühl zurück, dass die Suche nach Philipp nicht nur eine Reise in die Vergangenheit ist, sondern auch eine übliche emotionale Achterbahnfahrt für die gesamte Familie.
Jetzt, während die Uhr tickt, hat sich Bibiane an die Stadtarchive in Neustadt gewandt, in der Hoffnung, dass alte Dokumente oder Aufzeichnungen ihr die Augen öffnen könnten. Die Hilferufe aus der Vergangenheit klingen laut in den Hallen der Stadtverwaltungen, doch die Suche erweist sich als äußerst schwierig. Auch das Stadtarchiv kann bei den mageren Angaben nicht viel ausrichten. „Mit nur Vornamen ist es für uns wirklich schwierig“, erklärt eine Archivarin.
Inzwischen gibt es keine Zeit zu verlieren, und der nächste Standort auf Bibianes Suche ist ein historisches Weinbaugebiet. „Ich habe gehört, dass ihre Familie vielleicht Winzer sein könnte. Die weiten Weinberge und die familiengeführten Weingüter könnten mehr Hinweise auf Ilse und Philipp geben“, mutmaßt sie. Doch diese weitere Schritt führt nicht zu der erhofften Antwort. Der Geduldsfaden wird immer dünner, während die Suche verzweifelt voranschreitet.
Ein altes Foto sorgt zusätzlich für mysteriöse Fragen: Auf einem Bild, das Ilse zusammen mit ihrem Sohn Philipp zeigt, trägt ein Laden mit dem Namen „Bär“ den Hintergrund. Vielleicht kann dieser Laden, der im Jahr 1918 gegründet wurde, neue Informationen liefern. Die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit ihrem Bruder und die Wunsch, die Familie wieder zu vereinen, treiben Bibiane an. Sie klopft an die Tür jedes Weinguts in der Umgebung, in der Hoffnung, dass die Wahrheit hinter den Weinbergen und den Fasshäusern verborgen liegt.
Dennoch nimmt die Suche keinen positiven Verlauf; Bibiane erhält nur enttäuschende Hinweise. Jeder Tag bringt neue Rückschläge, doch die Ungewissheit treibt sie weiterhin voran. „Es ist wie die Suche nach einer Nadel im Heuhaufen“, sagt sie frustriert, während sie die nächsten Schritte plant und entschlossen bleibt, Philipp zu finden.
Dann erwacht ihr Hoffnungsschimmer, als sie auf den Namen einer Frau stößt: Irene Dashikur, eine Verwandte, die anscheinend mehr über Ilse und ihre Vergangenheit weiß. Diese Entdeckung wäre der Schlüssel, um die verborgenen Familiengeschichten zu entschlüsseln. Lukas, ein Teil des Teams von „Bitte melde Dich“, macht sich am nächsten Morgen auf nach Paris, um dem geheimnisvollen Kontakt nachzugehen. Die Aufregung und das Warten auf Antworten spitzen sich zu.
Ein Rennen gegen die Zeit hat begonnen, denn in Paris könnte die Verbindung zu Ilse und Philipp entscheidend sein. Doch die Realität sieht anders aus. Mehrere besuchte Adressen verbinden sich nicht zu der gesuchten Person. Monatelange Hoffnung verwandelt sich in verzweifelte Nachfrage, und die Antwort bleibt aus. Die Zuschauergemeinde ist mit Bibiane verbunden, teilt ihre Verzweiflung und die menschliche Tragödie, die sich unaufhörlich entfaltet.
Die Suche nach Philipp bleibt ungewiss, während die Fragen sich mehrten und die Antworten rar werden. „Wird es uns gelingen, die Familie zu vereinen? Wird die Wahrheit an die Oberfläche gelangen?“, fragt sich nicht nur Bibiane, sondern auch jeder Zuschauer, der emotional mit diesem Kampf um Identität und Familie verbunden ist. Die Jagd nach dem verlorenen Bruder geht weiter, ungeachtet der Herausforderungen und Rückschläge, und der Drang, die Verbindung zur fehlenden Familiengeschichte herzustellen, wird stärker als je zuvor.